Die Falsterbo Horse Show und Al Shira’aa Stables haben beschlossen, ihre Zusammenarbeit zu beenden, nachdem sie diese erst vor kurzem vereinbart hatten. „Die gemeinsame Arbeit zur Zukunftssicherung und langfristigen Stärkung der Veranstaltung wurde initiiert, um die weitere Entwicklung der Falsterbo Horse Show sowohl in der Breite als auch in der Elite zu gewährleisten. Die Vereinbarung wurde mit den allerbesten Absichten unterzeichnet“ verkündeten die Veranstalter und man hört die Enttäuschung über dieses Ende. Aber die Proteste in Schweden waren in den vergangenen Wochen immer lauter und heftiger geworden: Man wollte sich diesen sportlichen Leuchtturm nicht durch arabisches Geld erhellen lassen. Die grundsätzliche Kritik an der Lage in den Golfstaaten, die im Vorfeld und rund um die Fußball-WM 2022 in Katar schon lautstarke Proteste in Europa hervorgerufen hatte, brach sich jetzt in Schweden wieder Bahn. So nachdrücklich, dass die Al Shira’aa Stables ihr Engagement in Schweden beendeten, bevor es richtig begonnen hatte.
Eigentlich sollte aus den europäischen Traditions-Derbys eine richtige Serie werden. Deshalb hatten die Al Shira’aa Stables aus Abu Dhabi nach ihrem langjährigen Engagement als Titelsponsor im englischen Hickstead für 2025 auch das Titelsponsoring für das Deutsche Spring- und Dressurderby in Hamburg übernommen – und am 24. Februar verkündete man im schwedischen Falsterbo stolz, dass auch dieses Derby von diesem Jahr an von den Al Shira’aa Stables als Titelsponsor präsentiert werde. „Diese sechsjährige Vereinbarung sichert eine langfristige Zusammenarbeit, die einen wichtigen Meilenstein für das Turnier darstellt und seinen internationalen Ruf weiter stärkt.“ Als man dann am Tag darauf auch noch die langjährige Zusammenarbeit mit Rolex verkünden konnte, schien die Zukunft rosig.
Jetzt wird die Falsterbo Horse Show vom 5. bis 13. Juli sich ohne arabisches Geld finanzieren müssen – und die Serie der Traditions-Derbys bleibt ein unerfüllter Traum.