Der Countdown läuft: Morgen wird es ernst für die Springreiter beim Longines FEI Jumping World Cup Finale in Basel. Nach einem ersten Training am Mittwochnachmittag steht am Donnerstagabend um 20.15 Uhr das erste Zeitspringen auf dem Programm. Insgesamt 39 Athleten und 45 Pferde aus 21 Nationen treten dann in drei Prüfungen gegeneinander an. Titelverteidiger ist der Schwede Henrik von Eckermann. Für Deutschland gehen Hansi Dreher, Marcus Ehning, Sophie Hinners, Mario Stevens und Richard Vogel an den Start.
Das erste Springen ist eine Zeitspringprüfung (Sieger ist der Reiter, der die niedrigste Zeit für den Umlauf benötigt hat, Stangenabwürfe werden in Zeit umgerechnet – vier Sekunden je Abwurf). Der Sieger aus dem Zeitspringen erhält einen Wertungspunkt mehr als Reiter an der Prüfung teilgenommen haben; der Zweitplatzierte erhält einen Wertungspunkt weniger als Reiter an der Prüfung teilgenommen haben; alle nachfolgenden Reiter erhalten jeweils einen Wertungspunkt weniger als der vor ihnen platzierte Teilnehmer.
Am Freitag um 20.15 Uhr steht dann eine Springprüfung mit einmaligem Stechen auf dem Programm.
Nach den ersten beiden Teilprüfungen werden die erreichten Punkte der Teilnehmer zusammengerechnet. Anschließend werden diese Wertungspunkte in Fehlerpunkte umgerechnet. Der Teilnehmer mit der höchsten Anzahl an Wertungspunkten wird in Folge mit null Fehlerpunkten gewertet; für alle anderen Teilnehmer gilt: Der Abstand zwischen ihren Wertungspunkten und den Wertungspunkten des Führenden werden mit 0,5 multipliziert – Das Ergebnis bildet ihre Anzahl an Fehlerpunkten.
Die 30 besten Paare starten am Sonntag um 14 Uhr im ersten Umlauf, die besten 20 kommen in den zweiten Umlauf (Start. 16.30 Uhr.)
Beide Umläufe sind gleich lang mit derselben Anzahl an Hindernissen, wobei die Schwierigkeit im zweiten Umlauf erhöht ist. Die Fehlerpunkte aus den beiden Umläufen werden mit den Fehlerpunkten, die nach der zweiten Teilprüfung errechnet wurden, addiert. Der Reiter / die Reiterin mit den insgesamt wenigsten Fehlerpunkten ist Weltcupsieger. Sollten zwei oder mehr Teilnehmer zu diesem Zeitpunkt mit gleich vielen Fehlerpunkten in Führung liegen, entscheidet ein nachfolgendes Stechen zwischen diesen Teilnehmern über den Weltcupsieg.
Übrigens: Jeder Reiter kann mit bis zu zwei Pferden (die auch jeweils schon auf einer World Cup-Etappe gestartet sein müssen) im World Cup Finale starten, wobei in jeder Teilprüfung nur ein Pferd pro Reiter gestartet werden darf. Da die Gesamtwertung reiterbezogen ist, werden somit die Ergebnisse der Teilprüfungen auch dann zusammengerechnet, wenn ein Reiter mit mehr als einem Pferd gestartet ist. Aus der deutschen Mannschaft ist Hansi Dreher der Einzige, der zwei Pferde an den Start bringt: Vestmalle des Cotis und Elysium.
FEI TV und Clipmyhorse übertragen live.
Das ganze Programm: HIER